Archive für 1.10.2009

Meine Reise nach Madeira

Während meine Kollegen auf Madeira sind, denke ich an meine Reisen auf diese schöne Insel:
Für meinen Aufenthalt auf Madeira wählte ich das Hotel Quinta Jardim da Serra. Dieses Hotel liegt im Hinterland von Funchal und bietet eine gute Ausgangslage, um den Süden der Insel zu erkunden. Desweiteren bietet das Hotel einen Shuttleservice in die Innenstadt Funchals an. Somit konnte ich meinen Mietwagen am Hotel stehen lassen und auch das Nachtleben der Hauptstadt näher kennenlernen.
Von meinem ersten Tag auf der Insel hatte ich leider nicht mehr viel, da das Flugzeug erst gegen 16 Uhr landete. Ich bezog mein Zimmer und erkundete das Hotel sowie die nähere Umgebung. Im Dorf befindet sich ein kleiner Laden, in welchem man die nötigsten Dinge kaufen konnte. Ich entschloss mich für eine Flasche Madeirawein und genoss die Abendstimmung von meinem Balkon aus.

Flughafen MadeiraMietwagenübergabe Magoscars am FlughafenDas Hotel Quinta Jardim da serraBlick von meinem Balkon in der Quinta Jardim da Serra

Am zweiten Tag nutze ich den Shuttleservice nach Funchal. Mein erster Stopp war die Markthalle (Mercado dos Lavradores). Selbst wenn man nichts kaufen möchte ist diese Halle einen Besuch wert. Es ist interessant das Treiben zu beobachten und allein die Halle ist sehenswert, da die Gänge mit Fliesenbildern dekoriert sind und der Innenhof in ein Blumenmeer verwandelt wurde. Viele Verkäufer tragen die typischen Trachten und lassen ihre Ware verkosten. Nachdem sich das Treiben langsam beruhigte, machte ich mich auf den Weg zur Touristeninformation in der Av. Arriaga 18. Hier gibt es kostenloses Informationsmaterial sowie Stadt- und Landkarten. Das Personal kann bei Fragen auch auf Deutsch weiterhelfen. Somit bietet das Büro immer einen guten Anlaufpunkt, um sich über die Insel und deren Angebot zu informieren.  
Ausgestattet mit den wichtigsten Informationen verbrachte ich den Nachmittag damit die schöne Altstadt zu erkunden. Mein Rundgang führte mich vom alten Zollhaus (Alfandega Velha), zur ältesten Festung der Stadt (Palacio Fortaleza Sao Lourenco) bis hin zum Stadttheater.  Zum Abschluss besuchte ich die Quinta Magnolia. Der Park liegt etwas am Standrand und bietet mit seiner üppigen Vegetation einen schönen Punkt, um zu verweilen und den Tag nach vielen Eindrücken ausklingen zu lassen.

Degenfisch auf dem Markt in FunchalObst und Gemüse auf dem Markt in FunchalMadeirensisches FliesenbildDer Hafen von Funchal

An meinem dritten Tag wollte ich wissen, was der Südwesten der Insel zu bieten hat. Meinen ersten Stopp machte ich in Camara de Lobos, einem beschaulichen Fischerdörfchen, dass schon Churchill begeisterte.  Meinen kleinen Bummel durch die Stadt startete ich am bekannten Aussichtspunkt Churchills bis hinunter zum Kai, wo die Fischer sich nach getaner Arbeit zu einer Partie Domino treffen.  Auf dem Rückweg kam ich an der Pfarrkirche Sao Sebastiao vorbei. Diese geht auf die Anfänge des Ortes zurück. Heute schmücken die typischen Fliesenbilder sowie einige Altäre die Kirche. Wieder am Parkplatz angekommen führt mich meine Tour weiter zum Cabo Girao.  Einem Aussichtspunkt 580 m über dem Meer. Von hier hat man eine atemberaubende Aussicht über die Südküste Madeiras. Interessant ist auch das anliegende Informationshäuschen. Die alten Fotos vom Ende des 19 Jh. zeigen u.a. auch einige Prominente und wie diese ihren Urlaub verbracht haben. Meinen Nachmittag verbringe ich mit einer der schönste Levadawanderung der Insel. Ich wandere entlang der Levada Risco und Levada 25 Fontes.Cabo GiraoKuh am Straßenrand bei Paul da SerraStartpunkt meiner LevadawanderungWasserfälle

Für den vierten und letzten Tag habe ich mir vorgenommen den Nord-Osten der Insel zu erkunden. Ich startete meine Tour am östlichsten Ort der Nordküste, in Porto da Cruz. Mehrere kleine Bäche münden hier ins Meer und an ihren Ufern befindet sich noch heute eine der letzten erhaltenen Zuckerrohrmühlen, die Companhia dos Engenhos do Norte. Hier zeigte man mir wie noch auf traditionelle Art Zuckerrohr verarbeitet wird. Nach diesem interessanten Erlebnis führte mich mein Weg weiter entlang der weitläufigen Promenade. Porta da Cruz besitzt ein geschütztes natürliches Meerwasserschwimmbecken. Für mich war dies eine ideale Gelegenheit, an solch einem warmen Sommertag eine kurze Erfrischung zu genießen. Abgekühlt und erholt stieg ich danach ins Auto, um meine Tour entlang der Küste fortzusetzen. Ich fuhr gen Westen und erreichte nach kurzer Zeit zwischen einigen grünen Hügeln gelegen, die Stadt Santana. Die größte Gemeinde der Nordküste ist umrahmt von einer der schönsten Landschaften der Insel. An den Hängen gedeihen Malvasiertrauben, auf den Feldern wächst Gemüse und in den Vorgärten der mit Stroh gedeckten Häuser verbreiten die schönsten Blumen ihrer ganze Farbenpracht. Vom Hunger angetrieben suchte ich nach einem Restaurant und fand oberhalb der Straße zum Pico Ruivo, das O Rancho Madeirense. Ein rustikales Restaurant mit bepflanzten Innenhof und einem gläsernen Pavillon. In der Speisekarte gab es in erster Linie deftige Speisen vom Grill. Ich bestellte mir Grillfleisch mit Beilagen und erhielt eine sehr große Portion lecker zubereitetes frisches Fleisch. Ich genoss das Essen, das schöne Wetter, bedankte mich beim Wirt für das super Essen und machte mich auf den Weg in Richtung Sao Jorge, um dort den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Die Fahrt von Santana nach Sao Jorge führte mich durch ein Tal mit hohen Felswänden, an denen zahlreiche farbenprächtige Pflanzen empor kletterten und rauschende Wasserfälle die Wände herunterstürzen. Eine der schönsten Autofahrten die ich je erlebt habe. Ich folgte der Ausschilderung „Praia“ und gelangte zu den eindrucksvollen Ruinen des alten Sao Jorge. An einem kleinen Café machte ich halt und genoss die Aussicht. Langsam neigt sich die Sonne und es wird Zeit für mich gen Hotel aufzubrechen.

Meerwasserschwimmbad in Porto da Cruz Madeiras Küste im NordenSpitzdachhaus in SantanaDie Bar der Rancho Madeirense

Ich bin gespannt, was meine Kollegen berichten, wenn Sie wieder von Madeira zurück sind.

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